Ich genieße es, im Sommer mit einem Latte Macchiato in der Hand durch die Stadt zu bummeln. Auf Reisen kehre ich schnell noch bei Starbucks ein und nehme mir einen Coffee to go mit in den Zug. Zugegeben: Früher nicht immer im Thermobecher. An den dachte ich an einem verschlafenen Morgen nicht wirklich. Dann war ich einfach dankbar, aus dem Bett gekommen zu sein! Und mir einen erquickenden Kaffee aus einem der vielen Cafés in Hamburg mitnehmen zu können.

Während ich zu Hause größten Wert darauf lege, dass der Kaffee fair und biologisch angebaut wurde, nahm ich es mit dem Umweltbewusstsein unterwegs scheinbar nicht ganz so eng. Der Genuss und die Spontanität, dieses freie Lebensgefühl des globalen Großstadtmenschen, beschwingten mich mit einem guten Gefühl. Klar, der Kaffeebecher aus Pappe landet direkt nach dem Genuss im Müll. Doch ist das ein großes Problem? Er ist doch aus recycelter und recycelbarer Pappe. Oder nicht?

Wie nachhaltig ist der Einweg-Kaffeebecher?

Ich stehe vor einem dieser Mülleimer im Bahnhof. Sie fordern mich auf meinen Müll, den ich einfach nur loswerden möchte, säuberlich in Plastik, Pappe und Restmüll zu unterteilen. Wohin kommt nun mein Kaffeebecher vom Coffee To Go?

Den Deckel kann ich noch leicht zuordnen. Er ist offensichtlich aus Plastik und landet kurzerhand im Plastikmüll. Ein Blick in den nun offenen und leer getrunkenen Kaffeebecher macht mich jedoch stutzig. Er glänzt verdächtig von innen – eine für matte Pappe untypische Eigenschaft.

Kaffeebecher Einweg - Coffee To Go

Besteht mein Kaffeebecher doch nicht nur aus Pappe, sondern zum Teil ebenfalls aus Plastik? Und ist er dann überhaupt recycelbar? Tatsächlich ist der meistens 300ml fassende Kaffeebecher von innen mit isolierendem Kunststoff beschichtet. Der Coffee to go Becher in meiner Hand erscheint mir plötzlich als eine Art Zwischenwesen – nicht ganz Pappe, nicht ganz Plastik. Wohl oder übel werfe ich ihn in den Restmüll.

Damit landet der Kaffeebecher aus meiner Hand gemeinsam mit weiteren 58 Milliarden Einweg-Kaffeebechern auf der Müllhalde. Dort wird er verbrannt, vergeht in Rauch und Wolken, CO2 und Methan. Klimawandel, Juchee. Bäume, Adé. Vögel, baut euch doch woanders ein Nest.

Allein für den deutschen Bedarf an Einweg-Kaffeebechern lassen jedes Jahr 500.000 Bäume ihr Leben. Weltweit sind es sogar 9,4 Millionen Bäume! Die daraus produzierten und nach bloßem einmaligen Gebrauch weggeworfenen Kaffeebecher lassen sich ineinandergeschoben 57 Mal um die Erde legen.

Der Thermobecher als bessere und günstigere Alternative

Mir dieser Dimension bewusst geworden, fühlt es sich kaum mehr so frei und beschwingend an, mit einem müllproduzierendem Coffee To Go durch die Stadt zu bummeln. Manche Cafés setzen mittlerweile auf vollständig recycelbare Alternativen wie die Happy Cups, doch ich will weg vom Einwegprodukten. Kein Papp-Fake-Produkt mehr in der Hand halten, sondern einen schicken, aus hochwertigem Metall hergestellten Thermobecher.

Ein Thermobecher amortisiert sich schnell

Wir kennen den Begriff noch von der guten alten Thermoskanne von Mutti, ohne die es früher keinen einzigen Familienausflug hab. Dank der isolierten Metallkanne, die ihren Namen der patentinhabenden Firma "Thermos" verdankte, blieben Kaffee und Tee für Stunden warm. Heute lebt diese Tradition mit dem Thermobecher wieder auf. Er kann dicht verschlossen werden, isoliert sehr gut die Wärme und kommt in vielen Designs daher. Ich kann ihn in jedes Café mitnehmen und mir meinen gewünschten Kaffee einfüllen lassen.

Manche Coffee Shops motivieren ihre Kunden sogar dazu und geben auf ihre Kaffeespezialitäten einen Preisnachlass von 30 bis 50 Cent, wenn man den eigenen Thermobecher mitbringt. Bei der Menge an Kaffee, den die meisten von uns unterwegs trinken, macht diese Ersparnis den Preis für den einmal gezahlten Thermobecher schnell wieder wett. Da hat nicht nur der umweltbewusste Barista gut lachen!

Kaffeebecher to Go im Café

Dank meines eigenen Coffee To Go Kaffeebechers kann ich sogar doppelt sparen: Wenn ich mir meinen Wunsch-Kaffee einfach selbst zu Hause zubereite. Dann kommt mein eigener, fair produzierter Kaffee in den Kaffeebecher. Das spart Geld für den nächsten Café-Besuch und dank Isolierung kann ich noch Stunden später aus dem Kaffee im Thermobecher  nippen. Sorry - das schafft einfach kein Einweg-Papp-Ding!

Thermobecher im Vergleich

Thermobecher gibt es in unzähligen Ausführungen und Designs, die für jeden Geschmack eine individuelle Lösung bieten. Alle haben eines gemeinsam: Sie sind aus Metall gefertigt, das die Temperatur des Getränks - ob Hitze oder Kälte - bis zu etwa 5 Stunden speichert. Damit sind sie den zugegeben schicken Coffee To Go Bechern aus Porzellan, Glas oder Bambus überlegen, was die Isolation angeht. Außerdem sind sie ein ganzes Stück bruchsicherer und robuster.  

Allrounder Thermobecher von Emsa

Mein eigener limettengrüner Thermobecher von Emsa ist leicht wieder zu finden, wenn ich ihn gedankenverloren mal irgendwo stehen gelassen habe. Genau das richtige für mich! Der metallene Kaffeebecher hat eine softe, rutschfeste Kunststoff-Ummantellung, einen auslaufsicheren Trinknopf und darf sogar in die Spülmaschine! Und falls ihr nicht so auf grün steht wie ich: Es gibt ihn natürlich noch in unzähligen weiteren Farben, wahlweise mit Griffoder als Mini-Version.

Thermobecher von Emsa

2-in-1 Thermobecher mit Aufbrühsystem

Andere Kaffeebecher haben ein kleines integriertes Aufbrühsystem und liefern nach dem 2 in 1 Prinzip schon den Kaffeebereiter mit. So zum Beispiel der Bodum Travel Press, der einer French Press im Handtaschenformat ähnelt. Genauso empfehlenswert ist der Kaffeebereiter von Coffee Gator, der ein ausgeklügeltes Handfilter-System integriert hat. Diese Thermobecher sind besonders spannend, wenn es morgens schell gehen soll und man sich einen Teil des Abwaschs sparen will. Außerdem eignen sie sich prima, um selbst auf Reisen guten Kaffee zu genießen!

Thermobecher Coffee Gator / Bodum

Innovative und lustige Thermobecher

Du magst es gern besonders individuell und bist ein fröhlicher Kaffeetrinker? Dann schau dich nach einem Thermobecher um der nicht nur dicht und einfach handhabbar ist, sondern auch das gewisse Etwas hat. So wie die lustige Variante im Kamera-Design, das zusammenfaltbare Modell oder die Pinguin-Kanne. Diese Thermosbecher hat nicht jeder und bringen dich sofort ins Gespräch!

Witzige Thermobecher

Nachhaltiger und gesünder unterwegs mit dem Thermobecher

Der Thermobecher passt viel besser zum Lifestyle des globalen Großstadtmenschen als ein schnöder Einweg-Kaffeebecher. So zeigt man sich als jemand, dem Umwelt und Nachhaltigkeit nicht egal sind. Und noch einen weiteren bestechenden Vorteil bietet der Thermobecher to go: Die Innenbeschichtung des Papp-Fake-Bechers aus Kunststoff kann im Kontakt mit heißem Kaffee gesundheitsschädliche Stoffe freigeben. Aus dem Grund leben mittlerweile viele Menschen möglichst plastikfrei. Ein Thermobecher kann dabei unterstützen. Er ist aus hochwertigem Metall gefertigt, das weder schädliche noch geschmacksverändernde Stoffe abgeben kann. Schmeckt gut, tut gut!

Statt eine Kette aus Müll um die Welt zu legen, reise ich nun lieber mit meinem bedrucktem, aus beständigem und dichten Material hergestellten Mehrweg-Kaffeebecher um die Welt. Er begleitet mich in jeden Winkel sämtlicher Städte und beim Picknick im Wald. Ich fühle mich wieder beschwingt!

***
Über die Autorin: Mit Latte Macchiato aus dem heiß geliebten Porzellan-Espressokocher beginnt für Deva ein guter Start in den Tag. Sie hat Philosophie und performative Kunst studiert und lebt und arbeitet in Hamburg. Neben Kaffee interessiert sie gesunde Ernährung, Tanzen und Surfen.


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