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"Trinke ich die lauwarme Brühe, die mir unterwegs serviert wird, oder nehme ich mir meine Reise Kaffeemaschine mit?" Für uns ist die Antwort völlig klar, sobald wir verreisen. Zumindest wenn es nicht gerade ins 4-Sterne-Hotel geht – wobei man nicht mal dort sicher sein kann, dass der Espresso aus einer hochwertigen Siebträgermaschine kommt oder Kaffeekultur zelebriert wird. Entweder gehen wir gern in lokale Cafés im Urlaub, oder bereiten uns als Campingfreunde den Kaffee selbst mit ein paar einfachen Tools zu: Einer Handkaffeemühle und einer kleinen Reise Kaffeemaschine. Echte Kaffeefreunde nehmen so etwas auch in den Mallorca-Urlaub, auf die Fahrradtour, beim Wandern in die Berge oder auf den Wochenend-Kurztrip mit.

Wem es auf Kaffeegenuss ankommt, der nimmt die Zubereitung am liebsten selbst in die Hand, auch auf Reisen. Dabei muss eine Reise Kaffeemaschine durchaus einige Punkte erfüllen: Sie muss klein und leicht zu verstauen sein, um im Gepäck wenig Platz wegzunehmen. Kosten sollte sie nicht die Welt, und hübsches Design ist ein Plus. Optimal ist natürlich, wenn sie ganz ohne Strom funktioniert, also im eigentlichen Sinne gar keine "echte" Maschine darstellt! Da jeder Mensch andere Ansprüche hat, stellen wir euch in diesem Beitrag verschiedene Optionen vor – mit der jeder seine persönliche Reise Kaffeemaschine findet. Los geht's aber mit den Dingen, die ebenfalls im Gepäck dabei sein müssen: Kaffeebohnen, eine Mini-Mühle und etwas zum Wasserkochen.

1. Frischer Kaffee: Lieblingsbohnen einpacken!

Um unterwegs Kaffee zu trinken ist die erste Zutat im Gepäck wohl sonnenklar: Kaffee! Nun hat man hier als Reisender verschiedene Optionen, vom Instantkaffee über Kaffeebeutel bis hin zu den Kaffeebohnen, die man auch zu Hause verwenden würde. Letzteres ist unsere Wahl, und zwar aus gutem Grund.

Instant Kaffee: Schockgefrostete Klümpchen

Bei Instantkaffee, auch "löslicher Kaffee" genannt, handelt es sich um gefriergetrockneten Kaffeeextrakt. Der darf laut Lebensmittelordnung nur gerösteten Kaffee enthalten. Die Alternativen aus Getreide, Malz und Zichorie müssen entsprechend anders benannt werden und stehen z.B. als "Landkaffee" bzw. "Kaffeeersatz" im Supermarktregal. Solche löslichen Kaffees, die es im Glas oder als Einzelpackungen in Sticks gibt, sind unterwegs durchaus praktisch: Einen Löffel von dem Granulat in eine Tasse geben, Wasser auf dem Feuer oder mit dem Wasserkocher erhitzen, drüber gießen, fertig.

Mit echtem Kaffee hat das allerdings wenig zu tun: Instant-Kaffee hat so viele Verarbeitungsstufen hinter sich, das vom eigentlichen Kaffee-Aroma nichts mehr übrig ist. Es fehlt der typische Duft und der komplexe Geschmack geht verloren. Stattdessen bleibt auf dem Löffel eine Spur kleben, die an Teer erinnert... Die fertigen Getränkepulver (z.B. nach "Cappuccino-Art" oder anderen zigtausend bunten Sorten) sind leider noch schlechter. Denn sie enthalten kaum echten Kaffee, dafür aber jede Menge Zucker, Milchpulver und unglaublich viele Kalorien. Pfui!

Beutelkaffee: Schmeckt das wirklich?

Kaffee im Teebeutel. Wo gibt's denn sowas?! Na in Fernost! In vielen asiatischen Ländern, die ohnehin sehr teeaffin sind, liebt man auch den koffeinreichen Kaffeeaufguss. Solche "Coffee Bags" gibt es mittlerweile selbst in unseren Breitengraden: Sie sind mit geröstetem und gemahlenem Kaffee gefüllt und schneiden bei einigen Kunden gar nicht mal schlecht ab. Gut ist, dass sie weniger Verarbeitungsstufen als Instant Kaffee hinter sich haben und besser schmecken. Und unterwegs kannst du sie selbst ohne Reise Kaffeemaschine mit etwas heißem Wasser zubereiten: Kaffeebeutel in die Tasse, kurz ziehen lassen, fertig. Allerdings muss man beim Beutelkaffee ebenfalls Abstriche machen, denn er ist nicht so frisch geröstet (wie es z.B. bei unserem Happy Coffee der Fall ist) und nicht frisch gemahlen. Damit wird Aroma eingebüßt. Obendrein entsteht durch die Einzelpackungen unnützer Müll, den du entsorgen musst.

Reise Kaffeemaschine - Kaffeebohnen

Frische Kaffeebohnen: Selbst auf Reisen top!

Nichts geht über frisch gerösteten Kaffee: Nach der Röstung setzt er Aromen frei, und sollte deshalb nicht zu alt werden. Bei unserem Happy Coffee empfehlen wir darum, ihn spätestens drei Monate nach dem angegebene Röstdatum zu verbrauchen. Und das schafft man immer! Wird der Kaffee dann noch frisch gemahlen, kannst du dich auf den besten Geschmack freuen – da die Aromen flüchtig sind und so nicht länger als nötig der Luft ausgesetzt werden. Wir packen auf Reisen immer eine 500g-Packung ein, die nicht viel Platz wegnimmt, und mahlen mit einer kleinen Handkaffeemühle frisch. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, eine hübsche Kaffeedose einzupacken – die gibt es sogar in gepäckfreundlichem Kleinformat! Falls du unterwegs nicht Mahlen willst, dann kaufe wenigstens frischen gemahlenen Kaffee in der Packung.

2. Handkaffeemühle: Die lohnt sich immer

Wir haben es schon gesagt: Frisch gemahlener Kaffee schmeckt immer viel besser. Und warum solltest du auf Reisen auf den besten Kaffee verzichten und deine Kaffeebohnen nicht ruckzuck selbst mahlen? Dieser Schritt lohnt sich, egal was für eine Kaffeemühle du nimmst und welche Art von Reise Kaffeemaschine danach zum Einsatz kommt. Zuhause haben wir eine bequeme elektrische Kaffeemühle stehen, doch unterwegs kommt unsere kleine manuelle Hario Skerton zum Einsatz. Sie braucht keinen Strom, ist leicht zu verstauen und mit etwas Muskelkraft mahlen wir damit blitzschnell genug Kaffeemehl für eine normalgroße French Press. Ein kleines Ritual, das zum Camping-Urlaub einfach dazu gehört! In unserem Wohnmobil-Urlaub in England kam die Hario Skerton jeden Morgen zum Einsatz, wie Christian von Happy Coffee hier zeigt...

Reise Kaffeemaschine - Hario Skerton Mühle

Happy Coffee Christian mit der Hario Skerton im Wohnmobil

Natürlich gibt es noch weitere handliche Modelle. Beim Kauf solltest du nur darauf achten, dass deine Handkaffeemühle ein Kegelmahlwerk aus Keramik hat, weil es die Kaffeebohnen besonders schonend mahlt. Sie sollte aus Edelstahl oder Glas sein und möglichst ohne billiges Plastik auskommen. All diese Punkte erfüllen bereits Handkaffeemühlen ab 25 Euro.

3. Wasser unterwegs erhitzen: Wasserkocher vs. Campingkocher

Wer unterwegs guten Kaffee trinken will, braucht neben frisch gemahlenen Bohnen noch heißes Wasser zum Aufbrühen. Das zum Wasserkochen nötige Zubehör sollte natürlich platzsparend sein. Hast du Strom und etwas Platz zum Verstauen – z.B. in Ferienwohnungen oder im Wohnmobil – dann ist ein Mini-Wasserkocher wie von Mesko oder AigoStar eine gute Lösung. Er funktioniert wie die "Großen" mit einem Kabel, hat aber einfach etwas weniger Fassungsvermögen. Praktisch ist der faltbare Wasserkocher, der selbst in der kleinsten Ecke Platz hat. Alternativ kannst du natürlich auch einfach das Wasser im Topf auf dem Herd erhitzen.

Abenteuerlicher wird das Wasserkochen ohne Strom beim Camping. Dann wird entweder der gute alte Gas-Campingkocher ausgepackt oder ein moderner Mini-Holz-Ofen, der ohne Gaspatronen auskommt – stattdessen sammelt man ein paar Blätter und Zweiglein als Brenngut. Darauf kommt dann ein metallener Edelstahl-Kochtopf und das Wasser wird easy peasy erhitzt. Mit einer ganz kleinen Flamme (um das Kunststoffmaterial zu schützen) kann alternativ auch ein faltbarer Wasserkessel auf den mobilen Kocher gestellt werden!

Reise Kaffeemaschine - Wasser kochen

4. Reise Kaffeemaschine ohne Strom: Tolle Handbereiter

Für frischen Kaffee ist dank Kaffeemühle gesorgt und das Wasser ist warm. Doch womit bereitest du deinen Kaffee unterwegs nun zu? Es gibt unglaublich viele Varianten der Reise Kaffeemaschine – wir wollen uns besonders umfassend den Modellen widmen, die gänzlich ohne Strom auskommen. Damit bist du besonders unabhängig, selbst wenn es dich zum Campen in die Wildnis verschlägt. Für welche Variante du dich entscheidest liegt ganz bei dir und hängt von deinen persönlichen Trink- und Zubereitungsgewohnheiten ab. 

Cafflano: Die 3-in-1 Reise Kaffeemaschine

Bei der Cafflano (ca. 90 Euro) handelt es sich um eine All-In-One-Kaffeemaschine bzw. um ein 1-Tassen-Gerät, denn sie kombiniert die Kaffeemühle mit einem Filter-Kaffeebereiter und einem Kaffeebecher. Von außen sieht das geniale Ding einfach aus wie ein robuster Thermobecher, aber unter dem hohen Deckel verbirgt sich eine aufgesetzte Handkaffeemühle mit Kurbel und ein Permanent-Kaffeefilter aus Edelstahl!

Du benötigst also lediglich noch Kaffeebohnen, um sie in der Cafflano zu mahlen, sowie etwas heißes Wasser. Damit gießt du das frisch gemahlene Kaffeemehl auf und der fertige Kaffee fließt durch das Sieb direkt in den To-Go-Becher. Eine super einfache Reise Kaffeemaschine im kleinsten Format, die völlig ohne Strom auskommt. Damit ist sie auf jedem Camping-Trip ein gern gesehener Begleiter – aber auch in jedem Job, bei dem man viel draußen ist. Reise Kaffeemaschine - 3-in-1 Gerät CafflanoAll in One Coffeemaker von Cafflano (links) und 3-in-1 Gerät von Rosenstein & Söhnle (rechts)

Eine günstigere Alternative zur Cafflano ist die 3-in-1 Reise Kaffeemaschine von Rosenstein & Söhnle aus Edelstahl, die ganz ähnlich funktioniert. Allerdings ist sie nicht ganz so pfiffig wie die Cafflano aufgebaut, denn der deutlich kleinere Trinkbecher ist hier der Deckel – nach dem Mahlen und Brühen muss man den fertigen Kaffee also erst noch Umschütten. Geht auch!

AeroPress: Die praktische Kaffeepresse für unterwegs

Die Aeropress ist nicht nur eine handliche Kult-Kaffeepresse, um die sich ganze Meisterschaften ranken. Sondern auch geeignet als Reise Kaffeemaschine, weil in sie a) wenig kostet, b) in einem Set vom Filterpapier über das Gerät bis zum Messbecher alles drin ist und c) dank des Plastik-Materials wenig kaputtgehen kann. Zum Mitnehmen kannst du sie im beiliegenden Nylonbeutel verstauen! Wie die AeroPress genau zu bedienen ist, haben wir schon diesem Artikel vorgestellt: Eigentlich ist es nichts anderes als eine umgekehrte French Press, in der Kaffeepulver mit Wasser gemischt wird. Nach ein paar Minuten Ziehzeit und Umrühren wird die Kaffee-Wasser-Mischung dann durch den Filter gepresst. Das bekommst du sogar im kleinsten Wohnwagen hin!

Reise Kaffeemaschine - AeroPress

Das Aeropress-Set mit handlichem Nylonbeutel zum Verstauen

Handfilter: Kaffeebereiter für unterwegs

Du liebst Handfiltern und hast zu Hause vielleicht sogar ein Hario-Set mit Glaskanne und passendem Kaffeefilter stehen? Dann verfolge dieses Prinzip doch auch bei deiner Reise Kaffeemaschine weiter! Entweder du packst dein bisheriges Handfilter-Set ein – oder du legst dir eine etwas kleinere und robustere Variante zu. Wie den faltbaren KUKE Silikonfilter aus lebensmittelechtem Silikon ohne BPA und Weichmacher, mit dem nichts nach Plastik schmeckt. Er kostet 10 Euro, passt auf jede Kaffeetasse; du musst dir dazu nur die passenden kleinen Papierfiltertüten zulegen.

Falls dir das mit dem Filterpapier zu umständlich ist, denn kannst du dir einen Dripper mit Permanentfilter wie den Finum Coffee Sprinter zulegen. Er hat ein grobes Sieb aus Edelstahl und wird einfach zusammen gesteckt. Allerdings filtert er mangels Papiertüten gröber und es werden feine Partikelchen vom Kaffeemehl in deinem Kaffee zurückbleiben. So in etwa wie bei der French Press, die ebenfalls mit diesen Edelstahlsieben arbeitet. Für uns dennoch sehr lecker! Mit dem Finum Coffee Sprinter bekommst du ebenfalls eine Tasse Kaffee pro Zubereitung hin.

Reise Kaffeemaschine - Handfilter Hario KUKE Finum

Hario-Set (links), KUKE Silikonfilter zum Falten (Mitte), Finum Coffee Sprinter  (rechts)

Cold Brew & Cold Drip Maker: Die Minis

Auf Reisen, gerade wenn im Sommerurlaub oder an Orten mit heißen Temperaturen, lechzt man doch nach einem erfrischenden Cold Brew oder Cold Drip Coffee. Im Heimgebrauch ist das nötige Zubehör dafür etwas sperriger und es dauert eine Weile, bis die kühle Kaffeeköstlichkeit fertig ist. Mit Kannen wie der bonVIVO Frida oder dem Hario Ice Coffee Maker bekommst du aber auch im Familienurlaub einige Tassen leckeren Cold Brew Coffee hin. Du musst ihn nur über Nacht ziehen lassen und die Glaskanne pfleglich behandeln.

Mit dem portablen Dripo Cold Brew Maker gibt es nun auch einen Mini Dripper für die kleinste Küche! Er besteht aus einem Behälter für die Eiswürfel, einem Fach für das Kaffeemehl mit Sieb und einem Tumbler, der gleich als To-Go-Becher verwendet werden kann. Alles wird zusammengesteckt und ergibt in 1,5 bis 2,5 Stunden einen leckeren Cold Drip Kaffee – so lange dauert es, bis das Eiswasser durch das Kaffeemehl geflossen ist. Damit ist der Dripo im Vergleich zu den größeren Geräten sogar ziemlich fix! Und für knapp 40 Euro auch erschwinglich.

Reise Kaffeemaschine - Mini Cold Brew Kanne und Cold Dripper

bonVIVO Frida (links), Hario Ice Coffee Maker (Mitte), Dripo Cold Brew Maker (rechts)

French Press: Einfach viel Kaffee unterwegs

Wir bereiten unseren Kaffee unterwegs genauso wie zu Hause zu: Mit der French Press! Die Pressstempelkanne besteht aus einem gläsernen Corpus und einem Sieb – es kommt frisch gemahlener Kaffee rein, Wasser wird aufgegossen und nach einer kurzen Ziehzeit wird das oben schwimmende Kaffeemehl mit dem Siebstempel nach unten gepresst. So einfach und gut! Für uns die perfekte Reise Kaffeemaschine und ein Klassiker für jeden Haushalt.

Was die French Press zur perfekten Reise Kaffeemaschine macht, ist ihre simple Nutzung und der Fakt, dass es sie in verschiedenen Größen gibt. Zuhause haben wir eine Bodum Chambord als 1,5 Liter Variante stehen, doch sie ist ebenfalls mit 1 Liter, 0.5 Liter oder 0.35 Liter Fassungsvermögen zu haben. Das spart Platz, ergibt aber auch etwas weniger Kaffee. Etwas empfindlich bei der Bodum und ähnlichen Modellen ist allerdings die Glaskanne. Wer es z.B. zum Camping etwas robuster haben will, sollte sich die Coffee Gator Kaffeepresse ansehen. Sie ist normalgroß, aber komplett aus Edelstahl und hat einen Mini-Bohnenbehälter gratis dabei!

Reise Kaffeemaschine - French Press

Bodum Chambord in verschiedenen Varianten (links und Mitte),  Coffee Gator Kaffeepresse (rechts)

4. Reise Espressomaschine ohne Strom: Geniale Kaffeepressen

Du trinkst lieber Espresso als Kaffee und willst diese Vorliebe auch auf Reisen beibehalten? Dann brauchst du eher eine Reise Espressomaschine! Natürlich kommen sie, was den nötigen hohen Druck von etwa 8 bis 10 bar zur Herstellung eines perfekten Espresso angeht, nicht an eine Siebträgermaschine oder einen guten Kaffeevollautomat heran. Trotzdem liefern die folgenden Geräte geschmacklich recht überzeugende Ergebnisse ab – und das alles ohne Strom.

Handpressen: Espresso mit Muskelkraft zubereiten

Zur Zubereitung eines perfekten Espresso ist viel Druck nötig. Den kann natürlich am besten eine Espressomaschine aufbauen. Selbst Kenner schwören noch auf Handhebelmaschinen, bei denen der Druck allein vom Barista erzeugt wird – beziehungsweise von seinen Muckis, die beim Hebeln gefragt sind. Eine Reise Espressomaschine ist quasi dasselbe im Taschenformat: Hier drückst du per Hand das Kaffeemehl durch ein Sieb, um den kleinen Schwarzen zu erhalten.

Das bekannteste Modell dieser "Handpressen" bzw. "Kaffeequetschen" ist die Handpresso (ca. 95 Euro), die wir in diesem Artikel vorgestellt haben. Wie der Name schon sagt, läuft bei der kleinsten Espressomaschine der Welt alles per Hand ab: Frisch gemahlenen Espresso in das Sieb geben,  heißes Wasser einfüllen, mit der Hand quetschen, fertig. Die Handpresso hat eine Druckanzeige und funktioniert auch mit handelsüblichen Kaffeepads – die können wir wegen der mangelnden Frische des Kaffeepulvers aber nicht empfehlen, wenn es schmecken soll. Eine etwas günstigere Alternative zur Handpresso ist die kleine Homgrace (ca. 35 Euro), bei der man aber pumpt statt drückt, und mit deutlich weniger Druck arbeitet.

Reise Espressomaschine - Handpressen

Geniale Espresso-Quetschen: Handpresso (links), Homgrace (Mitte), Staresso (rechts)

Relativ neu ist die Staresso (ca. 50 Euro) mit ihrem prämierten Design. Dabei handelt es sich um eine Mini Espressomaschine zum Hinstellen mit einem Hydraulik-Pumpsystem, Edelstahlfilter und integriertem Trinkglas. Der Clou: Mit der Staresso kannst du nicht nur Espresso, sondern gleichzeitig auch Milchschaum für Cappuccino & Co. herstellen! Dafür wird ein spezieller Einsatz mitgeliefert. Es sei erwähnt, dass die Staresso ebenfalls mit Kaffeekapseln funktioniert. Tu der Umwelt einen Gefallen und verzichte auf die Aluminium-Hülsen, die nur unnötig Müll produzieren.

Espressokocher: Aromatischer Mokka auf Reisen 

Ja, der Espressokocher macht eigentlich gar keinen Espresso, weil er mit zu wenig Druck arbeitet. Du bekommst eher einen Mokka, der aber ebenfalls sehr gut und kräftig schmeckt. So viel ist klar! Unsicher sind sich hingegen viele bei der Frage, ob sie ihre Bialetti-Kanne auch auf Reisen nutzen können, wenn kein Strom vorhanden ist. Sprich: Darf man den Espressokocher beim Camping direkt auf den Gaskocher stellen, oder sollte man das lieber sein lassen?

Entwarnung: Es funktioniert! Du solltest allerdings sicherstellen, dass die Bialetti-Kanne auf dem Camping-Kocher einen stabilen Stand hat. Und das ist gar nicht so easy, weil der schmale Boden der Espressokanne auf einer blauen Gaspatrone eine wacklige Angelegenheit wird. Manche Camper kaufen sich daher ein Standblech, das zwischen die Bialetti-Kanne und den Gaskocher kommt (siehe Foto unten). So kann nix mehr wackeln und umfallen. Dann kannst du wie gewohnt den Espressokocher bedienen; wie das geht steht hier. Achte nur darauf, ihn nach dem Kochen nicht mit bloßen Händen an – er ist sehr heiß! Vor allem wenn du mit direkter Flamme arbeitest.

Espressokocher beim Camping

5. Reise Kaffeemaschine mit Strom: Die Mini-Filtermaschinen

Du hast Strom zur Hand, weil du z.B. in einem Ferienhaus bist oder dein Wohnmobil dank Solarzellen, Batterien und Kabel auf dem Campingplatz genug Power hat? Und für dich geht nichts über die gute alte Filterkaffeemaschine, wie sie schon Mutti verwendet hat? Keine Sorge, damit bist du nicht allein! Nach wie vor ist die Filterkaffeemaschine in deutschen Haushalten der einsame Spitzenreiter und viel besser als ihr Ruf! Zumindest, wenn du beim Kauf ein paar Punkte (z.B. Thermoskanne statt Warmhalteplatte) beachtest und den Zubereitungstipps von unserem Barista folgst. 

Es gibt das bewährte Schätzchen als Reise Kaffeemaschine in geschrumpfter und preiswerter Form, wie z.B. die Severin KA 4805 für um die 20 Euro. Damit bekommst du knapp 0,5 Liter Filterkaffee hin, was für ein Frühstück im Grünen zu Zweit ausreicht. Noch etwas praktischer sind Ein-Tassen-Geräte wie Clatronic KA 3450: Sie haben statt einer Glaskanne einen Thermosbecher, der direkt unter dem Kaffeefilter hängt, und nach dem Brühen direkt To Go mitgenommen werden kann. Unterwegs sind solche Geräte vielleicht nicht ganz so romantisch wie die oben vorgestellten Optionen ohne Strom. Aber immerhin sparst du dir damit das Wasserkochen, denn das übernimmt die Filterkaffeemaschine gleich mit.

***

Über die Autorin: Heidi liebt Kaffee, vor allen in Kombination mit einen gesunden Frühstück. Wenn Sie gerade keine Beiträge auf Happy Coffee schreibt, berichtet die Weltenbummlerin auf ihrem Blog meerdavon.com über ihre Reisen.


1 Antwort

Gabriele Piplak
Gabriele Piplak

Januar 13, 2018

Seit Jahren koche ich meinen Café nachmittags am Strand.
Dabei habe ich: eine italienische Espressokanne, Café, Wasser und einen kleinen Camping Gaskocher.
Kleine Espressotassen und etwas Gebäck vervollständigen den Cafègenuss.Das I Tüpfelchen ist ein kleiner Schuss RCM ( Ron con Miel) dazu. Salud !

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