Für keinen anderen Kaffeebereiter schlägt mein Herz so sehr wie für die Chemex! Auf Instagram ist #chemexlove mein liebster Hashtag und ich liebe es, mich durch den Hashtag-Feed zu scrollen. Egal ob Handy-Schnappschüsse oder professionelle Aufnahmen, die Chemex macht einfach auf jedem Foto eine Top-Figur! Und das nicht nur dank ihres Designs. Auf vielen Bildern ist die Liebeserklärung an die Kaffeekanne spürbar, die an den Erlenmeyerkolben oder eine Sanduhr erinnert. Mich überzeugt aber vor allen Dingen der Geschmack des damit zubereiteten Filterkaffees. Wer schon mal einen Filterkaffee mit der Chemex gebrüht probiert hat, der weiß wovon ich spreche.

In diesem Artikel erfahrt ihr, wie Kaffee mit dem Chemex Coffee Maker schmeckt und wie man den besten Filterkaffee damit brüht. Außerdem erkläre ich, welche Unterschiede es zu anderen Pour Over Methoden gibt und ob man außer Kaffee noch andere Getränke damit zubereiten kann. Kleiner Spoiler: Ja, das geht!

1. Erfindung der Chemex: Dahinter steckt ein Chemiker 

Wer hat’s erfunden? Nein, diesmal nicht die Schweizer! Das Design der Chemex hat tatsächlich ein deutscher Chemiker entwickelt – Peter Schlumbohm – und das bereits im Jahre 1941. Das Patent reichte er sogar schon 1939 in New York ein. Damals war an Third Wave Kaffeekultur und die damit einhergehenden Pour Over Methoden noch gar nicht zu denken. Auch nicht in den USA, wohin Schlumbohm bereits in den 1930ern auswanderte.

Schlumbohm war es ein Anliegen, für seinen Kaffeebereiter ein alltagstaugliches Design zu schaffen, das ebenfalls gut aussah. Das ist ihm gelungen: Mit ihrer typischen Sanduhr-Optik, angelehnt an die klaren Linien vom Bauhaus-Stil, schaffte es die Chemex 1943 sogar als Produkt mit dem besten Design ins Museum for Modern Art (MoMa) in New York! Dass Filterkaffee aus der Chemex obendrein gut schmeckt, ist dem bis heute genutzten, zweifach gefalteten Papierfilter zu verdanken. Es soll bei jedem Brühvorgang eine perfekte Extraktion von Geschmack und Koffein aus den Kaffeebohnen garantieren. Auch dahinter steckt Chemex-Schöpfer Schluhmbohm bzw. seine fachliche Expertise als Chemiker.

Chemex Design

Anfang der 1940er Jahre waren Kaffeebereiter aus Aluminium und Chrom Mangelware, da diese Materialien in der Kriegsindustrie eingeschmolzen und anderweitig eingesetzt wurden. Das gab der Chemex Aufschwung, die bekanntermaßen nur aus Holz und Glas bestand und immer noch tut – das Design ist bis heute unverändert. Es heißt sogar, dass sich immer mehr Kaffeetrinker (in den USA und auf der ganzen Welt) aus genau diesem Grund eine Chemex zulegten.

2. Chemex im Detail: Bestandteile, Arten und Zubehör

Das Schöne an der Chemex ist, dass sie schon für etwa 40 Euro zu haben ist. Du bekommst damit also für wenig Geld einen wirklich sehr guten Kaffeebereiter aus top Materialien und ohne viel Schnick Schnack, der dir lange die Treue halten wird.

Bestandteile der Chemex: Holz, Glas und Leder

Die Karaffe der Chemex besteht aus Borosilikatglas, das hauptsächlich für Glasgeräte im Labor genutzt wird und aus diesem Grund chemikalien- und temperaturbeständig ist. Es bietet also perfekte Bedingungen für die Kaffeezubereitung. Denn wir als Kaffeetrinker wünschen uns möglichst eine „saubere“ Tasse Kaffee, ohne störende Aromen und Gerüche, wie es beispielsweise bei Kaffeebereitern aus Aluminium oft der Fall ist. Die kleine Ausbuchtung der Glaskaraffe am oberen Rand hat übrigens gleich zwei Funktionen: Erstens lässt sie den beim Brühvorgang entstehenden Wasserdampf entweichen und zweitens ermöglicht sie ein tropffreies Kaffeeausgießen.

Chemex Ausguss

Damit ihr euch bei der Kaffeezubereitung nicht die Finger am heißen Glas verbrennt, wird die Verjüngung der Chemex-Karaffe von einer zweiteiligen Holzmanschette umschlossen. Und die wird wiederum durch ein Band aus unbehandeltem Leder zusammengehalten.

Das Reinigen der Chemex klappt übrigens wunderbar in der Spülmaschine. Dazu löst ihr vorher einfach das Lederband und entfernt die Holzmanschette. Die richtigen Chemex-Nerds legen sich für die Reinigung zusätzlich eine Reinigungsbürste zu, die ein wenig an eine kleine Klobürste erinnert, und geben ihrer Glaskaraffe damit extra Pflege, die sie verdient.

Chemex-Arten: Unterschiedliche Größen, Griffe und Farben

Inzwischen wird die Chemex von der Chemex Coffee Corporation mit Sitz in Massachusetts produziert. Auf deren Internetpräsenz sowie im Einzelhandel ist die Chemex in allen möglichen Formen erhältlich: Mit Holzmanschette oder Glasgriff (siehe unten), klassisch oder mundgeblasen – sowie in unterschiedlichen Größen für 3, 6, 8 oder 10 Tassen Filterkaffee. Es gibt sogar das Lederband, das beiden Holzmanschetten-Element zusammenhält, in acht Farbtönen.  

Chemex mit Glasgriff

Filter für die Chemex: Aus Papier, Metall oder Stoff

Zu jeder Chemex gehören natürlich die typischen, sehr dichten und feinporigen Papierfilter, die man gebleicht oder ungebleicht bekommt. Es gibt sie entweder als vorgefaltete Kreise oder Quadrate sowie als halbmondförmiges Blatt, bei dem ihr mit euren Faltkünsten selbst aktiv werden könnt. Eine Faltanleitung dazu gibt’s hier.

Etwas nachhaltiger geht es mit den für die Chemex erhältlichen Metallfiltern. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass ihr für die Nutzung eines solchen Filters wie z.B. den Able Cone euren Mahlgrad der Kaffeebohnen sehr grob einstellen müsst, da die feinen Poren sonst verstopfen können. Zudem hat der Einsatz eines Metallfilters auch Einfluss auf den Geschmack in eurer Tasse: Anwender berichten, dass einiges an Körper und Aroma verloren gehen kann.

Chemex Filter

Geschmacklich bessere Resultate kannst du mit einem Stoff-Filter wie der Kaffeesocke erzielen: Er ist ebenso wiederverwendbar und filtert wie das Pendant aus Metall die feinen Schwebstoffe des Kaffeemehls heraus, nicht jedoch die Öle. Wer also seinen Stofffilter für die Hario Woodneck liebt, sollte auch mal die Coffee Sock für die Chemex probieren. Was du darüber wissen musst: Sie ist etwas schwerer zu reinigen als ein Metallfilter. Und bei ihr kann es zwar nicht zum unerwünschten Papiergeschmack im Kaffee kommen, aber manche Experten meinen dennoch, dass der klassische Papierfilter ein feineres Aroma in die Tasse zaubert. 

Letztendlich bleibt es also allein eurem persönlichen Geschmack überlassen, ob ihr euch bei dem Filterpapier für eure Chemex für Papier, Metall oder Stoff entscheidet.

 3. Chemex und andere Pour Over Kaffeebereiter im Vergleich

Wann immer ich neue Kaffeebohnen für Filterkaffee daheim habe, gibt es bei mir eine kleine Versuchsanordnung zum Cupping. Sprich, der Kaffee wird erstmal auf Herz und Nieren getestet, und zwar mit allem, was mein Sammelsurium an Kaffeebereitern hergibt: Kalita Wave, AeroPress, Hario V60, American Press, French Press und natürlich die Chemex. Alle kommen ohne Strom aus. Das war’s dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten.

Full Immersion versus Pour Over Prinzip: Grundlegende Unterschiede

Wer sich ein wenig auskennt, der weiß, dass Filterkaffee je nach Zubereitungsart durchaus sehr unterschiedlich schmecken kann. Ganz andere Ergebnisse als die Chemex zaubern beispielsweise die French Press und die American Press. Denn die beiden brühen nach dem Full Immersion Prinzip, bei dem das Kaffeemehl im Brühwasser schwimmt und erst nach der Ziehdauer separiert wird. Beide haben außerdem Metallfilter, die viele der im Kaffee befindlichen Öle und Schwebstoffe mit in die Tasse extrahieren. Das macht den Geschmack besonders kräftig und vollmundig, der Kaffee hat also mehr Körper.

Hingegen wird beim Pour Over Prinzip das Kaffeemehl in einen Filter gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Er kann also nicht so lange und intensiv ziehen, und man erhält dadurch einen feineren und blumigeren Geschmack. Vor allem, wenn Filterpapier zum Einsatz kommt: Es verhindert grundsätzlich, dass Kaffeeöle und Schwebstoffe in eure Tasse gelangen. Dennoch sind Beschaffenheit und Form der Filter von Pour Over Kaffeebereitern wie der AeroPress, Kalita, Hario V60 und der Chemex sehr unterschiedlich.

Chemex Tattoo

Pour Over Kaffeebereiter: Warum die Chemex so speziell ist

Unter den Pour Over Kaffeebereitern gewinnt für mich die Chemex haushoch. Meine Liebe geht sogar so weit, dass ich mir während meiner Kaffee-Forschungsreise durch Ost- und Südostasien in Chiang Mai (Thailand) eine Chemex-Karaffe inklusive Kaffeeblüten und Kaffeekirschen auf den Unterarm tätowieren ließ! Warum ich so begeistert bin, liegt an den besonderen Eigenschaften, die die Chemex so einzigartig machen.

Der konisch geformte Papierfilter

Im Vergleich zu den Papierfiltern anderer Pour Over Kaffeebereiter ist der Chemex-Filter konisch geformt. Also wie ein umgekehrtes, spitz gedrehtes Papierhütchen. Dadurch trifft das Brühwasser gezielter auf das Kaffeemehl: Es sammelt sich oben im Filter und wird durch seine spitze Form so gleichmäßig nach unten in die Karaffe geleitet, dass es nahezu alle Kaffeepartikel erwischt. Das Resultat ist eine schön gleichmäßige Extraktion.

Chemex Papierfilter

Bei den breiteren Papierfiltern der AeroPress und Kalita hat das Brühwasser hingegen von Anfang an mehr Angriffsfläche, wenn es auf das Kaffeepulver trifft. Die Extraktion läuft also schneller ab und es ist mehr Präzision gefragt, um gleichmäßig Wasser aufzugießen und unterextrahierte (weißliche) Stellen im Kaffeemehl zu erkennen. Dazu nimmt man am besten eine Schwanenhalskanne – so nennen Kaffeekenner den speziellen Wasserkessel. Er macht natürlich auch für die Kaffeezubereitung mit der Chemex Sinn, weil auch hier das Wasser langsam auf- bzw. nachgegossen werden soll. 

Das dicke Filterpapier

Ab und zu behaupten kritische Stimmen, zwischen dem Filter der Hario V60 und der Chemex keine bzw. nur geringe Unterschiede in der Tasse wahrnehmen zu können. Zugegeben sind die Filter sowie die Art und Weise des Aufbrühens vergleichsweise ähnlich. Dennoch ist das Filterpapier anders beschaffen: Im Vergleich zur Hario V60 sind die Chemex-Papierfilter sehr dick. Sie lassen also bis auf die gewünschten Aromen und Geschmacksnoten keinerlei störende Stoffe durch. Brüht man also Filterkaffee mit den beiden Kaffeebereitern und verkostet beide Varianten nebeneinander, schmeckt man vielleicht wenige und sehr feine Nuancen, die den einen vom anderen unterscheiden. 

Dekantieren wie beim Wein 

Optisch sieht die Chemex-Karaffe ein wenig wie ein Dekanter aus. Nun könnte man meinen, dass dies auch Auswirkungen auf die Aromaentfaltung eures Kaffees hat. In der Tat könnt ihr nach dem Brühen die Karaffe ein paar Mal hin und her schwenken, damit sich die Aromen voll entfalten können. Das habt ihr vergessen? Dann probiert aus, euren Filterkaffee aus einem Weinglas (egal ob Rotwein- oder Weißweinglas) zu trinken. Genau wie bei Wein oder Craft Beer verhilft die weite Form des Trinkgefäßes dem Kaffee nämlich zu noch mehr wahrnehmbaren Nuancen. Und das Glas geht nicht kaputt, wenn du Heißes hineingießt!

Chemex Dekanter

Der feine und komplexe Geschmack 

Ich persönlich werde mich immer für die Chemex entscheiden. Denn meiner Meinung nach wird damit der Filterkaffee in eurer Tasse so klar und aromatisch wie bei keiner anderen Pour Over oder Handfilter Methode! Gerade meine geliebten Naturals, sonnengetrocknete Kaffees wie beispielsweise aus Ostafrika, entfalten vor allem mit der Chemex ihre wunderbar fruchtigen und für ihre Herkunft charakteristischen feinen Noten.

4. Kaffeezubereitung mit der Chemex: So geht’s

Ich mag es beim Brühen einfach und probiere selten verschiedene Rezepte aus, wie es sie für sämtliche Handfilter-Methoden gibt. Es existieren schon genug Faktoren, die Auswirkung auf das Ergebnis haben: Die Wassertemperatur, das Verhältnis von Kaffeemehl zu Wassermenge, ein feiner oder grober Mahlgrad, kurze oder längere Extraktionszeiten sowie zusätzliche Spielereien wie diverse Blooming-Arten – so nennt man das Aufquellen und Ausgasen des angefeuchteten Kaffeemehls beim Brühen. Stattdessen bleibe ich bei meinem bewährten Brührezept und der erprobten Zubereitung.

Mein Brüh-Rezept für die Chemex

Für meinen morgendlichen Kaffee verwende ich für mich allein 300 Milliliter Wasser und 19 Gramm frisch gemahlenen Kaffee mit einem mittleren Mahlgrad, was etwa der Konsistenz von Tafelsalz entspricht. Im Vergleich zur Hario V60 sollte der Mahlgrad bei der Chemex etwas gröber gewählt werden. Wollt ihr mehr Kaffee brühen, also beispielsweise die doppelte Menge (600 Milliliter) für zwei Personen, dann mahlt den Kaffee noch etwas gröber. Sonst verstopft der Filter zu schnell und die Extraktionszeit dauert zu lange. 

Vor dem Aufkochen filtere ich mein Wasser mit einem Wasserfilter. Das sorgt für einen besseren Geschmack. Nach dem Kochen lasse ich es ca. 30 Sekunden bis zu einer Minute abkühlen und starte dann meinen Brühvorgang. Natürlich könnt ihr auch ein Thermometer oder einen Wasserkessel mit Thermostat verwenden, um auf der sicheren Seite zu sein.

Chemex Rezept

Bei der Chemex liegt die optimale Extraktionszeit bei 4-5 Minuten. Wenn euer Kaffee schneller als in 3 Minuten durchläuft, dann werden nicht genug Stoffe aus dem Kaffeemehl gelöst. Dann schmeckt er dünn und schwach oder zum Teil sogar sauer, da zwar die Säuren aus dem Kaffeemehl gelöst wurden, aber nicht die Bitterstoffe. In diesem Fall spricht man von einer Unterextraktion. Die Ursache kann sein, dass ihr den Kaffee zu grob gemahlen habt. Dauert der Brühvorgang länger als 5 Minuten, dann kommt es zur Überextraktion: Es werden zu viele Bitterstoffe gelöst und der Kaffee schmeckt bitter bzw. sogar verbrannt. Der Grund hierfür kann sein, dass ihr den Kaffee zu fein gemahlen habt.

Anleitung zum Kaffeebrühen mit der Chemex

Setzt das gefaltete Filterpapier in den Trichter der Chemex-Karaffe ein: Die 3-lagige Filterseite kommt dabei an die Stelle, wo der Kaffee ausgegossen wird. So vermeidet man, dass das Papier beim Ausgießen in die Ausgussrinne rutscht. Feuchtet nun das Filterpapier an, indem ihr etwas heißes Wasser durchgießt. So wärmt ihr einerseits die Chemex vor und löst andererseits Geschmacksstoffe aus dem Papier, die nicht mehr im Kaffee landen können. Kippt dann das zur Vorbereitung genutzte Wasser wieder weg. 

Nun geht es an das eigentliche Aufbrühen. Für die optimale Extraktion bzw. zum exakten Messen empfiehlt sich das Nutzen einer Küchenwaage: Damit messt ihr sowohl die exakte Grammzahl an Kaffeemehl ab als auch die gewünschte Wassermenge. Stellt also die Chemex auf die Küchenwaage und gebt für eine Person 19 Gramm gemahlenen Kaffee in den angefeuchteten Filter.

Chemex Aufguss

Anschließend beginnt das Aufgießen, am besten schön gleichmäßig. Startet den Brühvorgang mit einer Pre-Infusion, um das Kaffeemehl zum Blooming anzuregen. Auf diese Weise entweichen die Gase und es kann aufquellen. Ich gieße etwas Wasser auf und lasse meinen Kaffee ca. 30 Sekunden bloomen. Erst dann gieße ich weiter Wasser nach.

Meine Empfehlung: Gießt Wasser im Abstand von ca. 30 Sekunden nach, bis die 300 Milliliter aufgebraucht sind. So hat es genug Zeit, den sehr dicken Papierfilter der Chemex zu durchlaufen. Und achtet dabei auf die ideale Durchlaufzeit von ca. 4 bis 5 Minuten! Je länger das Kaffeemehl durchfeuchtet wird, desto mehr Aromen löst ihr heraus.

Entsorgt nach dem Brühen den Papierfilter und verteilt den frisch gebrühten Kaffee auf Tassen oder Gläser. Nun ist genießen angesagt! Sollte es beim Brühvorgang vorkommen, dass das Wasser beim Aufgießen langsamer oder gar nicht mehr durchläuft, könnt ihr beim nächsten Mal den Mahlgrad etwas verändern und etwas gröber wählen.

Chemex Kaffee

 5. Die Welt der Chemex ist groß!

Grundsätzlich kann man mit der Chemex wohl alles anstellen, wonach euch der Sinn steht. Ob als Wasserkaraffe, Blumenvase oder zum Aufbrühen von Tee... denn die Chemex ist nicht nur zum Kaffeemachen da! Außerdem hat sich um meinen liebsten Kaffeebereiter mittlerweile ein kleiner Kult entwickelt.

Teemachen mit der Chemex klappt wunderbar

Ich habe die Herausforderung angenommen und eine Antwort auf die folgende Frage gefunden: Kann man mit der Chemex auch Tee aufbrühen? Ja, man kann! Bei mir daheim startete ich eine kleine Versuchsanordnung und brühte grünen Tee – genauer gesagt den gerösteten Houji-cha – mit demselben Chemex-Rezept wie für Kaffee auf. Dabei ließ ich die Teeblätter in ihrer natürlichen Form, und habe sie also nicht feiner gemahlen.

Sonst liegt das Tee-zu-Wasser-Verhältnis bei diesem Tee bei etwa 5 Gramm pro Tasse. Demnach war das Geschmacksergebnis mit meinem Chemex-Rezept sehr intensiv, aber dennoch aromatisch und keinesfalls bitter. Probiert es doch auch einfach mal aus, euren Lieblings-Tee mit der Chemex aufzubrühen!

Chemex Tee

Internationale Chemex-Meisterschaften

Seit dem Berlin Coffee Festival 2017 gibt es sie, die offiziellen Meisterschaften rund um mein liebstes Kaffee-Utensil: Den Chemex Cup, ausgerichtet von der Firma Coffee Circle. Dabei müssen die Teilnehmer ihr Lieblings-Chemex-Rezept mit Kaffeebohnen der Berliner Kaffeeröster aufbrühen und sich den Geschmacksknospen einer hochkarätigen Jury stellen.

Der Chemex Kaffeeautomat

Übrigens, wer Zeit sparen will und neben dem Kaffeebrühen noch andere Dinge erledigen muss, der kann sich eine der automatischen Chemex-Brühmaschinen nach Hause holen. Inzwischen gibt’s die ultrahippen Geräte von Ratio Coffee oder die Ottomatic von der Chemex Corporation! Aber natürlich geht nichts über Handarbeit – und die Schönste bleibt die normale Chemex für mich sowieso.

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Über die Autorin: Melanie liebt Specialty Coffee und reist dafür um die Welt. Sie trinkt nicht nur gern Kaffee, sondern schreibt und bloggt auch darüber auf melscoffeetravels.com. Begleite sie auf ihren Kaffeereisen!


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