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Wie wäre es mal mit einem Kaffee Cocktail? Die trendigen Signature Drinks, wie sie in der Barista-Szene genannt werden, enthalten Kaffee, Alkohol und weitere leckeren Zutaten. Als wahre Meisterwerke der Barkultur sind sie immer häufiger auf den Menüs von hippen Cafés zu finden und sollten keineswegs mit Kaffee verwechselt werden, der mit allerlei Zuckersirup versetzt wurde – allein bei dem Gedanken ziehen sich mir (und vielleicht auch dir) vor Schreck die feinfühligen Geschmacksknospen zusammen.

Zwar zählen Caramel Macchiato, Vanilla Latte, Haselnuss Cappuccino & Co. streng genommen ebenfalls zu den koffeinhaltigen Mixgetränken, waren aber nur der schnöde Anfang einer facettenreichen Kaffee-Barkultur. Mit einem guten Kaffee Cocktail haben sie rein gar nichts zu tun!

Lest hier, was es mit den koffeinreichen Signature Drinks auf sich hat und wie ihr mit ein wenig Booze euren eigenen Kaffee Cocktail oder Kaffee Mocktail, das alkoholfreie Pendant, zaubern könnt. Dazu stellt euch Maria Neumann, Drinks Expertin und Bar Managerin der Green Door Bar in Berlin, drei leckere Rezepte vor. 

Kaffee Cocktail - Zucker karamellisieren

1. Kaffee Cocktail Geschichte: Punsch als früher Verwandter

Zunächst wollte ich von der Expertin Maria Neumann wissen, was es mit Kaffee in Cocktails überhaupt auf sich hat. Denn wer kennt sie nicht: Großstadt-Bars, die schon seit geraumer Zeit Irish Coffee oder Espresso Martini anbieten! Überrascht hat mich dann doch, dass beide Drinks erst in den letzten 70 Jahren ihren Einzug in die Barkultur fanden und zunächst eher Tee statt Kaffee auf der Zutatenliste vieler Cocktails stand:

 „Tatsächlich haben insbesondere Tee und Bars eine lange gemeinsame Geschichte. Noch bevor der Cocktail als Getränkekategorie erfunden wurde, fand der Punsch im 17. Jahrhundert aus den britischen Kolonien seinen Weg nach Europa – häufig als Mischung aus Spirituose, Zitrus, Zucker, Wasser und Tee. Die 'Bowl of Punch' wurde zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens und zahlreiche Kaffeehäuser in London, ganz Großbritannien, und später auch in den USA servierten Punch mit Zutaten aus aller Welt. Viele Rezepte aus dieser Zeit sind als spannendes Zeugnis der Frühphase der Globalisierung noch heute erhalten.“

Was ist eigentlich Punsch? 

Woher der Begriff Punsch (oder „Punch“ im Englischen) kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Es heißt, er stamme aus dem Hinduistischen (eigentlich pāñč genannt) und bedeute nichts Anderes als „Fünf“ – für die fünf Zutaten, die darin Anwendung finden. Eindeutig belegt ist das aber nicht, denn Punsch hat auch mal vier oder mal sechs Zutaten. Glaubhafter ist eher die Erklärung, dass der Name „Punsch“ von der Beschreibung des Gefäßes abstammt, in dem er servierte wurde: Dem sogenannten Puncheon, ein Fass, das 500 Liter Flüssigkeit fasste.

Punsch - Punch

So uneinig man sich beim Wortursprung ist: Fest steht, dass im Jahr 1638 das erste Punsch-Rezept niedergeschrieben wurde. Beim darin verwendeten Alkohol handelte es sich meist um Rum, der unter der Zugabe von Zitronen, Rosenwasser und Zucker besser trinkbar gemacht wurde. Außerdem soll so ein Punsch die Seefahrer am ehesten an Wein erinnert haben, der in den britischen Kolonien Mangelware war.

Vom Punsch zu Kaffee Cocktail

Die Kategorie des Cocktails, wie wir sie heute kennen, fand erst in der Barszene erst viel später Einzug als der Punsch. Übersetzt heißt Cocktail übrigens „Hahnenschwanz“ – doch was haben die alkoholhaltigen Mixgetränke damit zu tun? Eine Geschichte ist grausam: Nach Hahnenkämpfen im 18. Jahrhundert sollen oft die Schwanzfedern des besiegten Hahnes ausgerissen und während der Siegesfeier mit einem Drink begossen worden sein. Später nannte man diese Drinks dann Cocktails. Der Name könnte aber auch daher stammen, dass die bunten Schwanzfedern eines Hahnes als Garnitur alkoholhaltiger Drinks verwendet wurden.

Kaffee Cocktails - Coquetier

Naheliegender ist allerdings die Geschichte, die ins New Orleans des frühen 20. Jahrhundert führt. Im Zuge vom „The Noble Experiment“ zwischen 1920 und 1933 wurde landesweit der Transport und Verkauf von Alkohol verboten. Ein findiger französischer Apotheker soll daraufhin angeblich Drinks in Eierbechern – im Französischen „coquetier“ genannt ­– serviert haben, um das Alkoholverbot zu umgehen. Aus den Coquetiers wurde dann aufgrund des ähnlichen Wortlauts der Name „Cocktail“ abgeleitet. 

Der erste Kaffee Cocktail: Ein dramatischer Drink aus New Orleans

Woher auch immer der Begriff „Cocktail“ nun kommt: Erste Erwähnungen findet man bereits um 1806 in der New Yorker Zeitung Balance & Columbian Repository. Schon immer war es für diese Mixgetränke typisch, verschiedene alkoholhaltige und nicht-alkoholische Zutaten zu verwenden. Neben Tee, der schon im Punsch steckte, nutzte man auch sehr früh Kaffee zum Mixen und schuf (vielleicht unbewusst) den ersten Kaffee Cocktail. Das war in den 1890er Jahren, und zwar erneut in New Orleans: Hier wurde erstmals der Café Brûlot serviert, ein Glühbranntwein auf Kaffee-Basis.

„Café Brûlot wurde zur Blüte der Cocktailkultur in New Orleans erfunden. Bei diesem Drink erhitzt und entzündet man Cognac, Likör, Zucker und Gewürze, um das brennende Gemisch dramatisch eine lange Orangenzeste herunterzustürzen und mit Kaffee zu verrühren.“

 

Dieser Drink wird noch heute als krönender Abschluss eines New Orleans Dinner (z.B. im Café Arnauds, siehe Video oben) serviert. Besonders das Flambieren zählt wohl zu den eindrucksvollen Elementen dieser Zeremonie, das mich persönlich sehr an die Feuerzangenbowle erinnert. Sollte der Café Brûlot also der erste Coffee Cocktail der Welt gewesen sein? Genau vermag das keiner zu sagen. Dafür wissen wir, wie ein moderner Kaffee Cocktail aussehen soll!

2. Der Kaffee Cocktail heute: Was wirklich drin sein sollte  

Was genau braucht ein Drink nun an Zutaten, um sich Kaffee Cocktail nennen? Reicht schon das Kaffee-Aroma oder ein Kaffeelikör aus, der hinzugegeben wird? Oder benötigt man für einen „echten“ Kaffee Cocktail á la Café Brûlot tatsächlich aufgebrühten schwarzen Kaffee – sprich Filterkaffee, Cold Brew oder Espresso? Expertin Maria erzählt mir dazu:

„Die Grenzen sind schwimmend. Ich würde auch einen White Russian mit Wodka, Kaffeelikör und Sahne als Kaffee Cocktail bezeichnen. Für mich zählt, dass Kaffee sensorisch wahrnehmbar ist. Neue Produkte wie Coffee Bitters oder ein Coffee Tonic bieten viele Möglichkeiten, Kaffee-Aromen ohne Verwendung von richtigem Kaffee in Drinks zu bringen.

Leider bekommt man in vielen Bars bisher eher nur klassische Coffee Cocktails wie Irish Coffee (gesüßter Kaffee mit Whiskey und Sahne) oder Espresso Martini. Keine Frage, diese Kaffeespezialitäten mit Schuss haben ihre Daseinsberechtigung und Fans. Doch heute geht noch deutlich mehr.

Allerdings scheint der Kaffee Cocktail oder Kaffee Mocktail (Variante ohne Alkohol) begrifflich noch extrem weit gefasst zu werden: Denn die eingangs erwähnten Sirupe wie Vanille, Karamell und Haselnuss sind nach wie vor Bestandteil von alkoholfreien Kaffeemixgetränken als auch koffeinhaltigen Drinks – obwohl sie in guten Kaffee eigentlich nicht hineingehören. Nur weil man irgendetwas in den Kaffee kippt, wird aber noch lange kein Kaffee Cocktail draus!

Kaffee Cocktail - Coffee Cocktails

Daher plädieren Maria und ich für eine Abkehr von diesem Schubladendenken und sehnen uns danach, dass Kaffee auch in Cocktails oder Mocktails als das wahrgenommen wird, was er ist – nämlich als eine Frucht, die zahlreiche unterschiedliche Aromen und Geschmacksnoten aufweist. Ehrt man die Kaffeebohne, stellt sie in den Mittelpunkt und ergänzt sie mit hochwertigen Zutaten, dann wird auch ein wirklich guter Kaffee Cocktail wie oben im Bild draus. Übrigens: Die Rezepte zu den abgebildeten Drinks gibt's weiter unten im Text! 

3. Der Kaffee Cocktail und Third Wave: Neue Aromenwelten

Zum Glück tritt Kaffee in Bars dank junger Barmanager wie Maria oder „brühenden Bartendern“ wie Timon Kaufmann, dem deutschen Coffee in Good Spirits Champion 2015, aus seinem Schattendasein heraus. Je nach Zubereitung wird er als Säurequelle, dezente oder prägnante Aromenkomponente, Sirup, Bitter oder Filler (dazu zählen beim Cocktail-Mixen meistens Soda, Limonaden oder Säfte) eingesetzt. Maria dazu:

„Bestellt man in einem Coffee Shop etwas Gemischtes mit Kaffee, bekommt man häufig eine meiner Meinung nach zu eintönige Aromenwelt vorgesetzt. Klar passt Kaffee zu Nuss, Vanille, Schokolade und Sahne. Spannender sind aber häufig kontrastierende Geschmäcker: Fruchtnoten, frische Kräuter, eine Grapefruitzeste oder eine Prise Koriander können Wunder wirken!“

Kaffee Cocktail - Shanghai

An einigen Orten auf der Welt, ja sogar in asiatischen Ländern, die man eher mit Tee assoziieren würde, stehen innovative Kaffeemixgetränke heute auf dem Menü. Im obigen Bild siehst du zum Beispiel eine fruchtige Variante aus Thailand. Dennoch verstehen bisher nur wenige Barkeeper, mit der Aromenvielfalt von Kaffee umzugehen und mit den richtigen Zutaten einen leckeren Kaffee Cocktail zuzubereiten. Genauso gut wagt sich auch nicht jeder Barista an Drinks heran.

Bar oder Café: Wo werden Kaffee Cocktails serviert?

Was das Thema Kaffee Cocktails angeht, könnten die Barszene und Café-Kultur also mehr zusammenwachsen und sich das ein oder andere voneinander abschauen. Das ist auch der Grund, warum sich Timon als Brewing Bartender selbständig gemacht hat: Um Bartendern in Workshops zu vermitteln wie Kaffee verarbeitet, zubereitet und im Barbereich sinnvoll eingesetzt werden kann. Umgekehrt haben auch Cafés noch Nachholbedarf, was die Techniken aus dem Barbereich betrifft. 

Kaffee Cocktail - Barutensilien

Timon meint: „Sowohl Baristi als auch Bartendern fällt es manchmal schwer, aus ihren gewohnten Mustern auszubrechen und über den eigenen Tellerrand zu schauen. Ich möchte beiden Welten eine Tür zueinander öffnen, um den Ideenaustausch zu fördern.“ Bekommt man einen Kaffee Cocktail also nur in besonders gut sortierten Bars serviert? Ein klares Jein! Maria Neumann, die Drinks Expertin und Bar Managerin meines Vertrauens, sagt dazu:

„Die meisten Bars können Kaffee Cocktails zubereiten, selbst wenn diese nicht auf der Karte stehen. Fragen lohnt sich also! Die Aromen von Kaffee harmonieren mit Rum, Whisky, Genever, Cognac, Sherry und vielem mehr. Ruhig mal was Anderes als den obligatorischen Espresso Martini mit Wodka probieren!“

Inzwischen findet man die hochprozentigen Kaffeegetränke aber auch auf den Menüs einiger Coffee Shops und Cafés in Berlin sowie anderen deutschen Städten, die sich der Third Wave Kaffeekultur und Specialty Coffee verschreiben. Im Happy Baristas in Berlin- Friedrichshain wurden beispielsweise in Zusammenarbeit mit Martin Hudak, dem World Coffee in Good Spirits Champion 2017, zehn Coffee Cocktails kreiert, die von donnerstags bis samstags immer in den Abendstunden bestellt werden können. Einer davon sieht so aus!

Kaffee Cocktail - Signature Drink - Happy Baristas Berlin

Signature Drink vs. Kaffee Cocktail: Same same but different?

Apropos Third Wave: Im Dunstkreis der Barista-Meisterschaften und in der Barwelt ist immer wieder von sogenannten „Signature Drinks“ die Rede. Aber was genau ist das und worin besteht der Unterschied zum Cocktail? Übersetzt stehen die englischen Begriffe „signature“ für Unterschrift – oder in diesem Fall Handschrift –und „drink“ für das betreffende Getränk. Demnach ist ein Signature Drink das Aushängeschild eines Ortes (z.B. Bar, Restaurant oder Café), eines Produkts bzw. einer Marke, eines Events oder einer Person wie Barkeepern oder Teilnehmern an Kaffeemeisterschaften.

Oft sind Signature Drinks alkoholhaltige Cocktails oder Mixgetränke, sie können aber auch alkoholfrei sein. Überträgt man diese Logik auf die Kaffeewelt, dann zählt sowohl der Kaffee Cocktail (mit Alkohol) als auch der Kaffee Mocktail (ohne Alkohol) zu den Signature Drinks. Bei Meisterschaften steht manchmal nur eines davon im Mittelpunkt.

Beispielsweise muss während Barista-Meisterschaften jeder Barista einen Drink kreieren, der nicht nur den von ihm oder ihr während der Performance verwendeten Espresso beinhaltet, sondern auch die eigene Kreativität unter Beweis stellt. Wichtig: Auf diesen Meisterschaften entstehen „nur“ Kaffee Mocktails, also Kaffee-Mixgetränke ohne Alkohol. Nicht selten kommen dabei zum Teil innovative Techniken wie Stickstoff aus dem Sahnespender zum Aufschäumen und außergewöhnliche Zutaten wie (Kaffee)Blütenschaum oder geklärte Milch zum Einsatz.

Kaffee Cocktails - Blütenschaum

Während bei den Barista-Meisterschaften also keine alkoholhaltigen Getränke zur Kreation von Signature Drinks verwendet werden dürfen, so steht den Teilnehmern der Coffee in Good Spirits Championships fast die komplette Bandbreite einer Bar zur Verfügung. Lediglich ein Drink ist laut Regelwerk Pflicht: Der bereits erwähnte Irish Coffee muss von jedem der angehenden Coffee in Good Spirits Champions gemixt werden.

4. Kaffee Cocktail daheim mixen: Drei Lieblingsrezepte

Was Baristi und Bartender können, das könnt ihr (fast) genauso gut auch daheim! Glaubt ihr nicht? Und ob: Wer zu Hause den ersten eigenen Kaffee Cocktail ausprobieren will, aber gerade keine passenden Bar-Tools zur Hand hat, bekommt hier von Maria generelle Tipps zum Mixen in den eigenen vier Wänden sowie drei Rezepte an die Hand. 

Allgemeine Tipps für die Zubereitung von Kaffee Cocktails

Bevor wir zu unseren Rezepten kommen, haben wir ein paar grundlegenden Tipps für die Kaffee Cocktail (oder Kaffee Mocktail) Zubereitung. So kannst du sicherstellen, dass das Ergebnis gelingt, und dich auch ohne Rezept gut ausprobieren:

  1. Es muss nicht sofort das perfekte Barzubehör vorhanden sein. In Sachen Ausstattung braucht ihr anfangs nur ein Glas, einen längeren Rührlöffel, Eiswürfel und eventuell einen Shaker.
  2. Eine gute Basis für den ersten Kaffee Cocktail sind einfache Zutaten: Cold Brew, Coffee Tonic und eine Spirituose deiner Wahl. Gemixt können sie z.B. mit passenden Frucht- oder Kräuternoten toll schmecken! Probiert euch aus.
  3. Vor allem für Drinks mit Espresso bietet sich ein Shaker an, damit sich eine schöne Crema bilden kann. Den Espresso aber vor dem Mixen abkühlen lassen, da sonst das Eis schnell weg ist! Ein Shaker ist ebenfalls gut für alle Drinks mit Sirup, damit er sich gut mit dem Kaffee Cocktail verbindet.
  4. Unsere Rezepte unten zeigen: Ein Kaffee Cocktail wird zwar auf Eis gemixt, aber nicht zwangsläufig auf Eis serviert. Nach dem Shaken solltet ihr das Eis mit einem Sieb doppelt abseihen, denn Eissplitter im Drink schmecken nicht so gut. Ein zusätzlicher "Dry Shake" ohne Eis sorgt außerdem für eine gute Crema.
  5. Vorgekühlte Gläser sorgen dafür, dass der Drink länger kalt bleibt. 

Kaffee Cocktail - Mixbecher und Mixlöffel

Übrigens könnt ihr einen Kaffee Cocktail ganz einfach in eine alkoholfreie Variante, den Kaffee Mocktail, abwandeln – oder umgekehrt ein alkoholfreies Kaffee-Mixgetränk schnell mit dem passenden Alkohol aufpeppen. Expertin Maria meint, dass es keine Grundformel gibt und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Erlaubt ist, was dir schmeckt:

"Ich würde mich immer am Aroma des Ausgangsprodukts orientieren und dann ausprobieren, was dazu passt. Kaffeenoten lassen sich gut mit fruchtiger Säure von Zitronen und Limetten, Minze, Cassis und vielen anderen Früchten, Kräutern und Fillern kombinieren. Je nach Pairing [von Kaffee und anderen Zutaten] kann man nach Belieben Rum, Genever, Whisky, Vodka, Brandy, Kräuterliköre hinzufügen –  oder sogar dunkles Bier, Portwein oder Wermut."

Unsere Kaffee Cocktail Rezepte für Zuhause

Ausprobieren ist das Stichwort für die folgenden drei Kaffee Cocktail Rezepte von Maria und ihr Mixing-Können hinter der Bar. Sie sind aufsteigend nach Schwierigkeitsgrad sortiert (von leicht bis anspruchsvoll) und kombinieren jeweils unterschiedliche koffeinhaltige Inhaltsstoffe wie Cold Brew, Kaffeelikör, Espresso und Kaffeeessenz. Die Rezeptangaben beziehen sich jeweils auf einen Kaffee Cocktail bzw. eine Portion. Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Kaffee Cocktail Nummer 1: Morning in Panama

Kaffee Cocktail - Morning in Panama

Abuelo Rum, Falernum, Kokoswasser und Cold Brew in ein Highball Glas geben und mit Cracked Ice auffüllen. Keine Eiswürfel verwenden! Anschließend mit Orangenzeste garnieren und servieren. Bei Falernum handelt es sich übrigens um einen süßen und würzigen alkoholhaltigen Likör für karibische und tropische Getränke. Er schmeckt auch on the rocks mit etwas Limette sehr gut!

Kaffee Cocktail Nummer 2: Mallow and Malt

Kaffee Cocktail - Mallow & Malt

Genever, Maraschino, Kaffeelikör und Espresso auf Eis shaken und danach abseihen. Nun Malvensahne aufschlagen: Dazu werden Malvenblüten sowie eine Prise Vanille für zwei Stunden in der Sahne infusioniert und anschließend abgeseiht. Von der Malvensahne abschließend 30 ml sanft auf den Drink gleiten lassen. Den Rest kannst du für weitere Drinks nutzen.

Kaffee Cocktail Nummer 3: Forest Walk

  • 30 ml Calvados (Apfelbranntwein)
  • 10 ml Kastaniensirup
  • 20 ml Champagnersirup
  • 20 ml Rotweinreduktion
  • 5 ml Limettensaft
  • 2 Spritzer Kaffeeessenz
  • Champagner
  • Eiswürfel

Kaffee Cocktail - Forest Walk

Bevor mit den Mixen beginnst, ist bei einigen Grundzutaten ist etwas Vorarbeit nötig: Champagnersirup stellt man her, indem Champagner und Zucker 1:1 erhitzt werden, bis der Zucker sich auflöst. Für die Rotweinreduktion wird Rotwein bis auf das halbe Volumen herunter gekocht. Und Kaffeeessenz erhaltet ihr, indem frisch gemahlener Kaffee in über 60-prozentigem Alkohol eingelegt, eine Woche ziehen gelassen und dann durch einen Kaffeefilter filtriert wird.

Stehen alle Zutaten für den Forest Walk bereit, verrühre alles (bis auf den Champagner) auf Eis im Rührglas und seihe den Kaffee Cocktail anschließend in eine Cocktailschale ab. Zuletzt mit einem Spritzer Champagner auffüllen. Der Forest Walk ist übrigens der Signature Drink von Robbert de Wildt, dem Bartender von Green Door Berlin!

Letzte Tipps für den Kaffee Cocktail Genuss 

Wer in Berlin ist, der sollte unserer Expertin Maria Neumann bzw. der Green Door Bar unbedingt einen Besuch abstatten! Dort ist der Forest Walk, der oben zuletzt vorgestellte Kaffee Cocktail, neben weiteren Drinks auf der aktuellen Karte zu finden. Und haltet doch auch in anderen guten Bars nach Kaffee Cocktails Ausschau oder fragt gezielt nach, ob so etwas für euch zubereitet werden kann.

Wollt ihr aus den oben genannten oder anderen Drinks alkoholfreie Varianten mixen, dann achtet auf die richtigen Verhältnisse der verwendeten Zutaten! Die Drinks werden zu süß, wenn die Liköre bzw. Spirituosen einfach durch Säfte, Limonaden oder Sirupe ersetzt werden. Tastet euch hier sehr langsam vor! Denn, wie Maria sagt: Mocktails mixen ist nochmal eine ganz eigene Wissenschaft für sich. 

Kaffee Cocktail - Showeffekte an der Bar

Du willst nicht nur Bar-Luft schnuppern, sondern dich auch selbst beim Mixen von Kaffee Cocktails kreativ austoben? Dann kannst du dich für die Deutschen Coffee in Good Spirits Meisterschaften anmelden und bei Interesse einfach eine Mail an info@scagermany.coffee schreiben. Einen Einblick ins Regelwerk gibt’s hier.

***

Über die Autorin: Melanie liebt Specialty Coffee und reist dafür um die Welt. Sie trinkt nicht nur gern Kaffee, sondern schreibt und bloggt auch darüber auf melscoffeetravels.com. Begleite sie auf ihren Kaffeereisen!



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