Es ist allgemein bekannt, dass sich der Kaffeepreis im Handel unter anderem auch nach dem aktuellen Kaffee Weltmarktpreis bemisst. Dazu kommen Aufschläge für Import, Rösten, Verpackung, Zwischenhandel, etc. Den größten Anteil hat  die Arbica Kaffeebohne am Weltmarkt.

Wie funktioniert der Kaffee Weltmarktpreis?

Den meisten Kaffeetrinkern dürfte der genaue Weltmarktpreis nicht bekannt sein. Das liegt meist daran, dass dieser Preis keine unmittelbaren, sondern nur mittelfristige Auswirkungen für die Konsumenten nach sich zieht. Der Preis für die Endkunden wird nur bei längerfristigen Schwankungen angepasst. Schließlich wurden die Bohnen, die heute im Kaffee-Vollautomaten landen meist schon viele Wochen zuvor geerntet und auf dem Weltmarkt gehandelt. Für längerfristige Änderungen des Weltmarktpreises sind meist politische Situation, Klimaentwicklung und Nachfrageverschiebungen relevant.

In den letzten 10 Jahren waren die Preisschwankungen im Weltmarktpreis enorm. Im Oktober 2001 sank der Kaffeepreis so stark wie zuletzt 30 Jahre zuvor. Damals ist der Kaffeemarkt über Nacht zusammen gebrochen. Das Pfund Kaffeebohnen war am Markt nur noch 45 US-Cent wert. Nicht genug, um die Existenz vieler Kleinbauern zu sichern. Solche Preisschwankungen sind sehr gefährlich und können ganze Länder in den Ruin treiben. Deshalb hat Transfair reagiert und die Zahlung von Mindestpreisen eingeführt, auch in schlechten Zeiten.

Die dramatischen Folgen und Auswirkungen auf die Kleinbauern und deren Familien werden bei uns in Deutschland nur selten sichtbar. Im Gegenteil, meist freuen sich die Konsumenten über günstigere Kaffeepreise.

Fair Trade gegen Unsicherheit im Weltmarktpreis

Fair Trade garantiert die Zahlung von Mindestpreisen auf dem Weltmarkt, sodass die Existenz der Bauern nicht gefährdet wird. Die Konsequenz: In Zeiten von niedrigen Weltmarktpreisen scheint der Fairtrade Kaffee besonders teuer zu sein. Doch auch in guten Zeiten, wie es aktuell der Fall ist, werden Kooperativen wie HOAC, die an der Fair Trade Initiative teilnehmen, mit einer Zusatzpauschale von US$ 0,10 pro Pfund belohnt. Es soll sich ja schließlich auch in guten Zeiten lohnen. Die International Coffee Organization beobachtet täglich die Entwicklung am Kaffeemarkt. Hier werden die verschiedenen Marktpreise täglich aktualisiert und ins das Verhältnis zum Weltmarktpreis gesetzt. Die meisten nach Deutschland verschifften Kaffees unterliegen der Kategorie „Other Mild Arabicas“ in „Germany“. Die Folgende Taballe zeigt die tägliche Entwicklung im Januar 2011.

 

Nur ein nachhaltig produzierter Kaffee ist ein Happy Coffee

Da uns von Happy Coffee das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen liegt, möchten auch wir wieder einen eigenen Kaffee anbieten, von dem wir genau wissen wo er herkommt und wie er produziert wurde. Dazu orie ntieren wir uns an dem Dreieck der Nachhaltigkeit, auch für unseren eigenen Happy Coffee.

 

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Über den Autor: Christian ist Gründer von Happy Coffee. Neben gutem Kaffee interessiert er sich für fairen Handel, Surfen und die Startup Szene.


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