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Wir lieben Kaffee, genau wie viele andere Menschen, und trinken jeden Tag mehrere Tassen davon. In all seinen erdenklichen Formen: Vom Filterkaffee über Espresso bis zur Latte Macchiatto. Doch ist Kaffee gesund, oder doch eher ungesund? Und wie viel darf man pro Tag guten Gewissens trinken? Aktuell häufen sich jedenfalls wissenschaftlich begründete Meldungen, die Kaffee seinen schlechten Ruf nehmen. Wir stellen in diesem Artikel die wichtigsten Kaffeemythen rund um das Thema Gesundheit auf den Prüfstand. 

Ist Kaffee gesund oder schädlich für das Immunsystem?

Wenn ich krank werde (was zum Glück nur selten vor kommt) vergeht mir als erstes der Kaffeedurst. Bei Erkältungen lechze ich beispielsweise nach Hausmitteln wie einem heißen Tee mit Ingwer. Ist das ein Zeichen dafür, das Kaffee ungesund ist und das Immunsystem schwächt? So lautet zumindest ein weit verbreiteter Mythos: Zu viel Kaffee schade der Gesundheit. Aber stimmt das wirklich? Oder liegt die Kunst allein in der Dosis? Dann würde sich die Frage stellen, wie viele Tassen Kaffee pro Tag es sein dürfen. Dazu veröffentlichte Die Bundesregierung folgende Informationen:

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt einem gesunden Erwachsenen eine maximale Aufnahmemenge von 200 Milligramm Koffein als Einzeldosis (etwa zwei Tassen Kaffee) und 400 Milligramm über den Tag verteilt (etwa vier Tassen Kaffee). Das entspricht als Faustregel etwa 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als Einzeldosis bzw. 5,7 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht über den Tag verteilt.

Für Minderjährige und bei besonderen Umständen wie z.B. einer bestehenden Schwangerschaft oder Bluthochdruck gelten entsprechend strengere Einschränkungen für den Kaffeekonsum, die ggf. mit dem Arzt abzustimmen sind. Ärzte ergänzen außerdem, dass bei Wahl der Dosierung neben individuellen Unverträglichkeiten auch die Stärke des zubereiteten Kaffees natürlich eine Rolle spielt – und er deshalb nicht zu kräftig gebrüht werden sollte.

Kaffee gesund - Bio-Kaffee

Bei der Frage, ob Kaffee gesund sei, fällt übrigens immer wieder "Antioxidanzien" als Stichwort. Allgemein sollen Antioxidanzien als Inhaltsstoffe diverser Lebensmittel effektiv gegen freie Radikale wirken, die Zellerneuerung unterstützen und so das Immunsystem stärken. In welchem Umfang sie im Kaffee vorhanden sein sollen, kannst du in dieser Studie aus den USA nachlesen. Solche Studien sind allerdings relativ zu betrachten, denn sie untersuchen Kaffee nicht isoliert, sondern beziehen natürlich den durchschnittlichen Konsum an sonstigen Lebensmitteln ihrer Probanden mit ein. Und diese können besser oder schlechter für uns sein. Sprich: Eine gesunde Ernährung ist nur so gut, wie das was insgesamt auf deinem Speiseplan steht!

Übrigens, unabhängig von der Debatte, ob Kaffee gesund sein soll: Wir empfehlen ein Qualitätsprodukt, das langsam und bei niedrigen Temperaturen geröstet worden ist. So bleiben die natürlichen Inhaltsstoffe vom Kaffee bestmöglich erhalten, und es schmeckt besser. Darum sollte man auch stets frisch gerösteten Kaffee und ganze Bohnen zu kaufen, um sie erst zu Hause selbst mit der Kaffeemühle zu mahlen. So bewahrt man das Aroma!

Entzieht Kaffee dem Körper wirklich Wasser?

Lange hieß es, Kaffee würde dem Körper Wasser entziehen und sei darum ungesund. Doch es gibt ja Menschen, die trinken den ganzen Tag gefühlt fast nichts als Kaffee. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum sie nicht innerlich vertrocknen... Wer also pro Tag viel Kaffee, aber nur einen halben Liter Wasser trinkt, der müsste doch einen enormen Flüssigkeitsverlust haben – und einen ganz ungesunden Lebensstil pflegen. Oder etwa nicht?

Ich kenne genug Personen, die diese These widerlegen. Dafür gibt es nun auch eine offizielle wissenschaftliche Bestätigung. Denn Ärzte wie der Berufsverband der Deutschen Internisten (BDI) sagen: Kaffee entzieht dem Körper gar kein Wasser, sondern führt ihm – als flüssiges Getränk – sogar welches zu. Eigentlich kein Wunder, wird er doch nur mit gemahlenem Kaffeepulver und eben Wasser aufgebrüht. Daher dürfe man Kaffee ruhig in die eigene Flüssigkeitsbilanz mit aufnehmen. Trotzdem sind andere Getränke wie z.B. Leitungswasser oder Schorlen als Durstlöscher besser geeignet. Denn sie werden als erfrischender empfunden und enthalten viel weniger Koffein. Dieses wirkt übrigens nur kurz harntreibend – ein Effekt, der schnell wieder nachlässt.

Kaffee Wasser

Hilft Kaffee gegen Kopfschmerzen?

Kaffeevieltrinker kennen den Effekt besonders morgens, wenn aus unerklärlichen Gründen der Kaffee ausgegangen ist: Den Tag plötzlich ohne zu beginnen führt bei ihnen zu einem dicken Schädel. Das liegt am Koffein, an das sie sich beim tagtäglichen Konsum gewöhnt haben. Es wirkt aufputschend, aber rein pharmakologisch gesehen leider auch ein stückweit süchtig. Ein Phänomen, das Mediziner sogar von einer „sozial verträglichen Droge“ sprechen lässt. Wenn Vieltrinker den Kaffee also auf einmal weglassen, dann stellen sich Entzugserscheinungen wie Kopfweh ein. Diese Konsequenzen sind unterschiedlich stark spürbar, je nachdem, wie viel man sonst immer konsumiert und wie stark man den Kaffee für gewöhnlich aufbrüht.

Genauso wie sich bei fehlendem Kaffee Kopfschmerzen einstellen können, kann Koffein angeblich auch umgekehrt wirken. Das ist laut Stiftung Kopfschmerz der Grund, warum in vielen Schmerzpräparaten Koffein drinsteckt: Im Gehirn verengt es leicht die Gefäße, wodurch mehr Blut sowie Sauerstoff durchschießt. Diesen Effekt dürften gerade Gelegenheitskaffeetrinker spüren, die an hohen Koffeinkonsum nicht gewöhnt sind. Doch auch im Zusammenhang mit Kopfweh: Ob Kaffee gesund ist, kann allgemeingültig nicht beurteilt werden. Denn jeder Mensch reagiert anders!

Kaffee gesund - Kopfschmerzen

Kann Kaffee zu Bluthochdruck führen?

Kaffee sei schlecht für den Blutdruck und fördere Herzkrankheiten wie Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen. Ein Gerücht oder die Wahrheit? Tatsächlich kenne ich das Phänomen, das mein Herz stark zu pochen beginnt, wenn ich sehr viel Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke getrunken habe. Doch lässt sich daraus automatisch schlussfolgern, dass Kaffee schlecht fürs Herz und demnach ungesund ist? Das fragen sich viele. Wir haben dem Thema Kaffee, Blutdruck und Herzgesundheit einen ganzen Artikel gewidmet.

Zunächst lässt sich festhalten: Ja, Kaffeekonsum erhöht den Blutdruck. Darum sollte man unmittelbar vor einer Blutdruck-Messung auch keinen Kaffee trinken. Allerdings soll die Wirkung normalerweise nur für kurze Zeit anhalten und dann wieder auf den individuellen Normalwert einpegeln. Laut Studien sollen besonders koffeinsensible Menschen durch Kaffeekonsum aber tatsächlich etwas länger höheren Blutdruck bekommen. Denn bei ihnen wird das Koffein langsamer im Körper abgebaut. Wer also ohnehin einen hohen Blutdruck hat, sollte den Konsum nicht überstrapazieren – um trotz Genuss von Kaffee gesund und nicht allzu munter zu sein.

Wenn es Menschen gibt, bei denen Koffein besonders stark zu einem kurzfristig hohem Blutdruck führt, dann fragt sich manch einer vielleicht, ob auch der umgekehrte Fall möglich ist: Kann Kaffee gesund für den Blutdruck sein, ihn also vielleicht sogar auf Dauer senken? Dazu hat sich ein Experte von der Hochdruckliga in diesem Artikel geäußert. Achtung: Er bezieht seine Aussagen allerdings nur auf Nichtraucher.

Ist Kaffee in der Schwangerschaft ungesund?

Schon in normalen Umständen fragen sich Menschen, ob Kaffee gesund ist. Was für die meisten in Maßen ok und unschädlich ist, kann bei schwangeren Frauen aber anders aussehen. Zumindest für das Baby, das sie im Bauch tragen. Trinkt eine Schwangere Kaffee, dann passiert das Koffein genau so wie der Rest der Nahrung, den sie zu sich nimmt, ungehindert die Plazenta und geht direkt in den Kreislauf des viel kleineren Embryos über. Für das winzige Baby wirkt eine Tasse Kaffee also in etwa wie für einen Erwachsenen eine ganze Kanne! Selbst in der Stillzeit gelangt Koffein in die Muttermilch und erweckt neben der Mutter so auch das Baby. Und das ist bei den ohnehin schlaflosen Nächten nicht gerade vorteilhaft für die Mama – geschweige denn für das Kind.

Dennoch dürfen auch Schwangere und Stillende hin und wieder eine Tasse Kaffee trinken, ohne das Baby zu gefährden – wohlgemerkt nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis ihres Arztes, der die individuelle Gesundheitssituation der (werdenden) Mutter am besten beurteilen und Ernährungstipps ableiten kann. In Anlehnung an die oben bereits erwähnten Konsumgrenzen empfehlen Die Bundesregierung bzw. die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dass eine gesunde Schwangere bzw. stillende Mutter höchstens die Hälfte der maximalen Koffeinmenge zu sich nehmen sollte, die für einen gesunden Erwachsenen gilt. Dies entspräche maximal 100 Milligramm Koffein als Einzeldosis (etwa eine Tasse Kaffee) bzw. 200 Milligramm Koffein über den Tag verteilt (etwa zwei Tassen Kaffee). Wohlgemerkt: Dies ist nur ein grober Richtwert, der vom betreuenden Arzt entsprechend auf die Anwendbarkeit bewertet oder ggf. nach unten korrigiert werden muss!

Doch Achtung: Die Debatte, ob Kaffee in der Schwangerschaft in Ordnung ist, muss auch auf andere Lebensmittel ausgedehnt werden. Denn Koffein steckt nicht nur in Kaffee, sondern ebenfalls in Dingen wie Energy Drinks, Tee und sogar Schokolade! Sie tragen also mit zum "Koffein-Konto" bei. 

Kaffee gesund - Schwangerschaft

Ist Kaffee gesund im Kampf gegen Volkskrankheiten?

Kaffee und seine Wirkungen sind seit vielen Jahren Gegenstand der Forschung. So wird untersucht, ob und wie sich das schwarze Gold auf  Volkskrankheiten auswirkt. Wusstest du beispielsweise, dass der Kaffeekonsum bei Menschen mit neurodegenerativen Erkankungen wie Alzheimer und Parkinson rege diskutiert wird? In dem Zuge erproben die Forscher im Labor- und Tierversuch bzw. in klinischen Studien mit Probanden, inwiefern das enthaltene Koffein die Nervenzellen stimuliert und ihre Aktivität anregt.

Mediziner untersuchen auch, ob Kaffee gesund bei anderen modernen Geißeln der Menschheit wirken kann. Noch Anfang der 90er Jahre stand Kaffee im Verdacht, selbst krebserregend zu sein. Von diesem negativem Ruf wurde er inzwischen von der International Agency for Research on Cancer (IARC), der Krebsforschungseinheit unter der Weltgesundheitsorganisation WHO, freigesprochen. Dort hatte man über 1.000 Studien gesichtet und resümiert, dass sich zwischen Kaffeekonsum und Karzinomen z.B. in Magen, Blase, Prostata oder Bauchspeicheldrüse kein Zusammenhang herstellen lässt. Man sollte aber darauf achten, den Kaffee nicht zu heiß zu trinken, um die Speiseröhre zu schützen und eine ansonsten denkbare karzinogene Wirkung zu vermeiden.

Kaffee gesund - Diabetes

Doch kann Kaffee in Bezug auf manche Volkskrankheiten vielleicht sogar vor einer Erkrankung schützen? Dazu hat zum Beispiel der Krebsinformationsdienst ein interessantes Statement abgegeben, das du hier nachlesen kannst. Auch der Diabetesinformationsdienst diskutiert einen denkbaren Einfluss von Kaffee auf Menschen, die ein weit verbreitetes Risikogen für Diabetes Typ 2 in sich tragen, und ob der Konsum zur Produktion eines für die Insulinherstellung wichtigen Darmhormons beitragen kann.

Ist Kaffee gesund? Die Forschung dazu geht weiter

Na, hast du nun Lust auf eine schöne Tasse Kaffee? Du solltest ihn übrigens am besten schwarz trinken: Milch und Zucker bringen leider nur Kalorien, haben aber keinen wohltuenden Effekt für die Gesundheit. Dieses kurze Video fasst unsere Ausführungen nochmal mit hübschen bunten Bildchen zusammen, und informiert sogar noch über weitere, denkbare Wirkungen von Kaffee.

Ob Kaffee gesund oder ungesund für dich ist, hängt auf jeden Fall davon ab, wie stark du ihn dir aufbrühst, wie heißt du ihn trinkst und wie viele Tassen pro Tag, und wie du persönlich darauf reagierst. Falls du dir unsicher bist, was die Verträglichkeit in deinem Fall angeht: Frag deinen Arzt! Der wird dir neben seiner Meinung über deinen Kaffeekonsum sicher sagen, dass etwas anderes zweifellos gesund ist und eine positive Wirkung auf den Körper hat: Sport! Es soll sogar Sportler geben, die sich bewusst ein Tässchen vor dem Workout genehmigen. Was das bringen könnte, ist bei We Go Wild nachzulesen.

Wir von Happy Coffee tragen unseren Namen übrigens bewusst, denn eine leckere Tasse Kaffee macht uns glücklich. Das ist natürlich ein sehr subjektives Gefühl, doch manche Psychologen sehen das genauso. Übrigens lieben besonders die Finnen, die als besonders zufriedene Nation gelten, ihren Kaffee, und haben den höchsten Kaffeekonsum weltweit

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Über die Autorin: Heidi liebt Kaffee, vor allen in Kombination mit einen gesunden Frühstück. Wenn Sie gerade keine Beiträge auf Happy Coffee schreibt, berichtet die Weltenbummlerin auf ihrem Blog meerdavon.com über Ihre Reisen.



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