Coffee Circle: Kaffee als Leidenschaft & Transparenz beim Kaffeeanbau - Happy Coffee

Wir stellen vor: Coffee Circle

Coffee Circle

Bild: Coffee Circle / Fairer Handel Aktuell

Kaffeeliebhaber aufgepasst! Das World Wide Web hält eine Menge spannender Informationen rund um das schwarze Gold bereit. Allerdings gibt es nur wenige Seiten, die Wissensvermittlung mit praktischen Hinweisen und einem hohen Spaßfaktor verbinden. Einen Schatz, den wir im Netz entdeckt haben, ist Coffee Circle, ein 2010 gegründetes Startup aus Berlin, das ambitionierte Ziele verfolgt.

Das junge Unternehmen hat es sich ebenso wie wir zur Aufgabe gemacht, über Themen rund um den Kaffee zu berichten und dabei dem Endprodukt sowie dem Produzenten dahinter Wertschätzung entgegenzubringen.

Doch allen voran vertreibt Coffee Circle äthiopische und qualitativ hochwertige Kaffees und Espressi. Der Unterschied zu anderen Kaffeeanbietern wird spätestens beim Blick auf die Homepage klar. Mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail erläutern die Gründer die Idee hinter dem Startup. Es geht um faires Verhalten, Unterstützung, Rücksicht und nicht zu vergessen: Transparenz. Nach eigenen Angaben kauft das Unternehmen die äthiopischen Bohnen zu einem Preis, der drei- bis viermal so hoch ist, wie der auf dem Weltmarkt.

Nein zum Fairtrade-Siegel, Ja zu eigenen Entwicklungsprojekten

Obwohl der Kaffee bio-zertifiziert ist und das Climate-Partner-Zertifikat die Kompensation des CO2-Ausstoßes sicherstellt, verzichtet das Unternehmen bewusst auf das allseits bekannte Fair Trade-Siegel. Auch hier beweist ein Besuch auf der Website: Sie können es sich leisten; schließlich wird Transparenz großgeschrieben.

Mit der Zahlung der hohen Rohkaffeepreise wird sichergestellt, dass die Kaffeekirschen traditionell und von Hand in den äthiopischen Waldgärten geerntet werden. Ein besonderes Anliegen von Coffee Circle ist die Unterstützung der oft in Armut lebenden Kaffeebauern und ihrer Familien.

Wie die Fairtrade-Prämie, über die bereits im Zusammenhang mit dem Siegel berichtet wurde, werden die gesammelten Gelder für vielfältige und eigene Entwicklungsprojekte verwendet. So zum Beispiel für den Aufbau einer Grundschule in Ilketunjo, Äthiopien, wo mehr als die Hälfte der Bewohner weder lesen noch schreiben kann.

Da sich das derzeitige Schulgebäude in einem schlechten Zustand befindet und nicht genügend Platz für die insgesamt 1.000 Kinder der Bauernkooperative bietet, hat sich Coffee Circle mit den Bewohnern vor Ort über den Bau einer neuen Schule verständigt. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 11.500 Euro; davon wurden bisher 38 Prozent erwirtschaftet. Wie viel finanzielle Mittel jeweils vorhanden sind, zeigt der Status hinter den Projektnamen.

Transparenz beim Kaffeeanbau – wohin das Auge reicht

Um sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen, reisen die Startup-Gründer jedes Jahr selbst nach Äthiopien. Nur so können sie die Qualität der Bohnen beurteilen und den Status der initiierten Projekte verfolgen.

Coffee Circle

Copyright Coffee Circle

Das wird anhand von Fotos und Filmen eindrucksvoll dokumentiert. Des Weiteren findet der aufmerksame Leser auch Angaben zu den Projektstandorten.

Es wird koordinatengenau exakt angegeben, wo der Kaffee angebaut wird und welche Projekte man dort unterstützt.

Außerdem legt Coffee Circle die Kriterien offen, die zur Initiierung eines neuen Projektes erfüllt sein müssen.
So ist es beispielsweise wichtig, dass die Kooperative nach der einmaligen Investition in der Lage ist, sich selbst um die Aufrechterhaltung des Betriebes zu kümmern.

Ebenso werden nur Projekte gefördert, die einen deutlich messbaren Mehrwert für die Bevölkerung schaffen.
Nach eigenen Angaben benötigen die Menschen in Äthiopien vor allem bessere Ausbildungsbedingungen, eine verbesserte Gesundheitsversorgung sowie Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Pro verkauften Kilogramm Kaffee geht ein Euro direkt an die Bauernkooperativen. Damit hat der Käufer das Gefühl, direkt an der Verbesserung der Lebenssituation teilzuhaben.

Das Konzept hat sich bis heute bewährt und findet immer mehr Sympathisanten. Von der Kaffeequalität kann sich jeder selbst überzeugen und einen Beitrag für das Projekt leisten, das einem besonders am Herzen liegt – sei es für den Neubau der Schule, die Solarstromversorgung einer Gesundheitsstation oder für die Bio-Zertifizierung der Limu-Kaffee-Bauernkooperative.

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Über den Autor: Christian ist Gründer von Happy Coffee. Neben gutem Kaffee interessiert er sich für fairen Handel, Surfen und die Startup Szene.

 


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